Eine Weinprobe der besonderen Art

Am vergangenen Samstag trafen sich 25 Mitglieder und Freunde des RuF Eddersheim, um mit einem gecharterten Bus die Reise nach Rüdesheim anzutreten. Dort erwartete uns im Weingut Prasser eine ganz besondere Weinprobe. Peter Prasser, der Juniorchef, erwartete uns zum Warmup mit einem Glas Spätburgunder und führte uns in das Geheimnis seines Weingutes ein. Im Gewölbekeller wurden nach einem Familiendrama vor Hunderten von Jahren etliche Familienmitglieder lebendig eingemauert und treiben dort bis heute ihr Unwesen.
Genau in diesem Keller fand die Fortsetzung der Weinprobe statt. Nach genauer Erklärung der Regeln im Umgang mit Untoten wurde die Tür zum Gewölbe geöffnet und dichter Nebel waberte uns entgegen. Die Mutigsten gingen voraus in den nur von einigen Kerzen erleuchteten Keller und wurden sofort von den Vorfahren der Familie Prasser in Empfang genommen. Und man muss zugeben, die Herren verstanden sich auf ihr Geschäft! Die Geister geleiteten uns zu unseren Plätzen und drückten uns sofort ein Glas Arsen in die Hand. Einige Reiterinnen fanden schnell Fans in den Reihen der Geister: So wurde Weinkönigin Corinna, die Allerletzte, gekürt und die Frisur des Grauens drohte durch Klaus, einen besonders gruseligen Ahn, noch weiter verunstaltet zu werden. Arsen wurde durch andere Gifte im Glas abgelöst und der ein oder andere Tropfen landete dank der temperamentvollen Untoten auf dem Boden. Die Schreie der Anderen, die man Dank des dichten Nebels nicht sehen konnte, ließen ahnen, in welcher Form das Grauen zu befürchten war. Kathrin wurde entführt, schrie zum Gotterbarmen um Hilfe und kam blutverschmiert zurück in unsere Reihen. Kurz darauf wurde Nicole vom wilden Watz gebissen und tanzte wie wirr durch den Raum. Die Geister zerschlugen eine Flasche (keine Sorge, war aus Zuckerguss) auf ihrem Kopf und sie fiel in eine wirklich überzeugende Ohnmacht. Mittlerweile waren weitere Gifte gereicht worden und die Stimmung auf dem Höhepunkt. Immer wieder drangen hysterische Schrei durch den Keller und jeder fürchtet, das nächste Opfer zu werden. Natürlich hatten wir mittlerweile herausgefunden, dass die Geister trotz ihres wirklich gruseligen Outfits ziemlich umgänglich waren und viele hatten Lachtränen in den Augen und fielen fast von den Bänken.
Nach einer Stunde hatte der Spuk ein Ende. Die Geister zerrten uns zum Tanzen von den Bänken und demaskierten sich. Peter Prasser legte Musik auf und die Gruselparty fand ihren Ausklang nach schweißtreibenden Tanzeinlagen, während noch eifrig Arsen und Co. genossen wurde.
Der Bus erwartete uns bereits und bracht uns bestens gelaunt zurück nach Eddersheim.
Wer ein außergewöhnliches Event rund um Wein sucht, kann sich gerne auf www.Weingut-Prasser.de über die Gruselweinprobe informieren. Wir hatten jedenfalls sensationell Spaß bei der Gruselweinprobe in Rüdesheim und freuen uns schon auf die nächste RuF- Veranstaltung!